Jexus Mari

 

Am Londoner Flughafen Heathrow sah Jexus Mari Fermin nach, wie er zu einem Taxi ging und dem Taxifahrer den Zettel zeigte, auf den er die Adresse notiert hatte. Der Taxifahrer nickte. Zwar hatte er im Gymnasium genug Englisch gelernt, um zurechtzukommen, doch er jedenfalls würde keine übermäßigen Anstrengungen unternehmen, um sich mit den Engländern zu verständigen. Nein, mit den Engländern nicht, signalisierte sein Gehirn dem Verstand, aber mit diesem schwachsinnigen Harakin. Auf dem Flug von Bilbo nach London hatte er neben ihm gesessen, hatte unaufhörlich geredet, immer wieder seine Geschichten mit Bazter, als wären die anderen nicht auch Bazters Freunde. Vielleicht waren sie es ja auch gar nicht, wie Fermin gesagt hatte, als Harakin auf dem Flughafen in Loiu auf dem Klo war.

        Er wusste nicht, was er hier sollte und bedauerte seine Entscheidung, nicht wegen Bazter, nein, sondern weil er zwei Tage mit Harakin verbringen musste. Während er sich zwischen Harakin und Fermin auf den Rücksitz des Taxis setzte, befahl er sich, die Geduld zu bewahren.

        Er konnte das Leben der Stadt spüren, wie es hinter den roten Backsteinmauern atmete, als sei es sein kleines Königreich der Berge von Urbasa-Andia, ein verschrecktes Wildschwein, die Luft rein in die Lungen und wieder raus, rein und wieder raus.

        Es hatte zu dämmern begonnen. Die Straßen schienen Adern, die den Verkehr leiteten. Nur wenige Menschen waren in der Stadt zu sehen, einige mit hochgeschlagenem Kragen auf dem Weg nach Hause, andere, als ob sie beim Betrachten der Schaufenster beteten. Eine schwarze Frau stand suchend an der Ecke des Gehsteigs, ein Mutterschwein, das seine Ferkel verloren hatte. Harakin quasselte weiter, war nicht zu bremsen, wandelten das Gefühl Leichtigkeit, das ihm die Autos vermittelten, in bleierne Schwere. Jexus Mari blickte nach links und erkannte auf der Scheibe die schemenhafte Silhouette Fermins, der auf der Flucht vor Harakins Redeschwall aus dem Fenster sah. Dann, den Blick nach rechts, tauchte Harakins Schatten auf, ein schwarzes Loch, das alles mit sinnlosen Worten bedeckte.

        Von alten Zeiten sprach Harakin, als ob Fermin und er nicht wüssten, dass sie in damals kein einziges Fest ausgelassen hatten. Einmal seien Bazter und er zum Dorffest nach Usurbil gefahren. Als sie ankamen, war Abendessenszeit und niemand war auf der Straße, und weil Harakin noch nie in einem Apfelweinlokal gewesen war, beschlossen sie, in eines zu gehen. Da sie schon abendgegessen hatten, wollten sie nur den Nachtisch bestellen: Käse, Quittengelee und Nüsse. Sie wurden immer ausgelassener und bestellten dann doch ein Kotelett und als sie feststellten, dass sie nun wirklich zu Abend aßen, beschlossen sie, das Abendessen mit Stockfisch-Tortilla abzuschließen. Mitten in ihrem Hihihi-Hahaha habe Bazter auf einmal vorgeschlagen, ohne zu zahlen zu verschwinden. «Ich war sofort einverstanden», fuhr Harakin fort.

        Harakins Tirade drückte dem Leben des roten Backsteinwaldes die Luft ab. Er selbst war damals dort gewesen, in Usurbil, war bei jenem Ausflug dabei gewesen, von dem Harakin sprach, sie waren zu dritt gefahren, nicht Harakin und Bazter, wie Harakin behauptete. Und er, Jexus Mari, war auf die Idee gekommen, aus dem Apfelweinlokal zu verschwinden, er wusste selbst nicht warum, weil er es witzig fand, einfach so. Als er es vorschlug, hatte Bazter sofort zugestimmt, Harakin, Harakin war es gewesen, der sich immer wieder gesträubt hatte, bis ihm Bazter mit der ihm manchmal eigenen Radikalität erklärte, dass er das Abendessen bezahlen müsse, wenn er nicht einfach abhauen wolle. Harakin war es gewesen, der damals mit laufendem Motor im Auto saß und darauf wartete, dass die anderen endlich aus dem Apfelweinlokal kamen. Er spürte, wie sich ein Schweißtropfen aus der Achselhöhle den Weg nach unten zu seinem Hemd suchte. Wie im Galopp eines Pferdes, breitete sich in seiner Brust Wut aus. «Immer muss er der Held sein», dachte er, doch als ihm auffiel, dass diese Worte von Fermin stammen könnte, schämte er sich seines Gedankens. Er wollte zwar nicht wie Harakin sein, viel weniger aber noch wie Fermin.

        «Er ist einfach ein Schwachkopf, ein hohler Schwachkopf.»

        Er war kurz davor, Harakins ermüdender Tirade zu widersprechen, aber dann fragte er sich wozu. Die sanfte Dunkelheit im Innern des Wagens war im unbehaglich. «Mit Wozus hast du dein ganzes Leben verbracht, vielleicht ist es jetzt an der Zeit, dass du beginnst, auf die Wozus zu antworten und anfängst dich diesem Schwachkopf Harakin entgegenzustellen», murmelte seine lästige innere Stimme.

        Was würde Miren sagen? Und Maria? Was würde sie zu dieser aus der Wut erwachsenen Überlegung sagen? Er holte tief Atem, sog die zu warme Luft des Taxis bis in die Lungen. Erneut beobachtete er, wie die Abenddämmerung der Stadt etwas Waldhaftes annahm; die immer breiter werdenden Straßen wirkten wir ein Tunnel aus Bäumen und Dunkelheit. Ein Wohnviertel. Die Frau, die er zusammengekauert an einer Ampel erkannte, weckte in ihm eine schmerzliche Verlassenheit, die ihn in eine andere Stadt, eine andere Abenddämmerung zurückversetzte. Er war auf dem Weg zu seinem Auto, um nach einer der damals mit übertriebener Häufigkeit stattfindenden Besprechungen der Umweltabteilung der Regierung Navarras von Iruña nach Hause zu fahren, als er Miren mit Harakin sah. Er kannte das Café, die ruhige Musik, das dumpfe Gemurmel der Leute, ein Café im Stadtzentrum, in dem das gedämpfte Licht zu tiefgehenden Geständnissen trieb. Sie saßen am Fenster, jeder eine Zigarette in der Hand, in eine Pose vertieft, die vielleicht in den Augen der Passanten Ausdruck einer freundschaftlichen Beziehung sein konnte, aber er spürte sofort, dass diese Art die Köpfe zusammenzustecken mehr war, als nur Freundschaft. Nein, das waren nicht zwei Bekannte, die sich auf der Straße getroffen und dann einen Kaffee trinken gegangen waren. Wenn die Stadt ihr Waldhaftes verlor, wurde sie ihm zur Wüste.

        Trotzdem widerstand er dem Gefühl des Selbstmitleids, das sein Inneres in ihm wachrufen wollte, von glühendem Hass angetrieben stellte er vielmehr Harakin nach. Er begann ihn zu beobachten, diesen Dreckskerl Harakin, diesen Harakin der alles hatte: Was wollte Harakin von Miren? Warum Miren? Die wenigen Male, die er mit Esti und Harakin in Bazters Kneipe zusammentraf, beobachtete er mit unauffälliger Aufmerksamkeit seine Beziehung zu Esti, stellte ihm Fragen über die Arbeit und nahm es als eine Bestätigung, als Harakin ihm sagte, dass er, angeblich wegen Arbeitsgeschichten, einige Nächte außer Haus verbracht hatte. Miren sah er nicht allzu oft, manchmal in Altsasu, wenn er dort etwas einzukaufen hatte, und dann verhielt er sich ihr gegenüber wie ein dummer Junge. Der riesige Schattengeier der Liebe Mirens. Und dann war da noch die genügsame kleine Liebe zu Maria, miauend wie ein Kätzchen.

        «Du hast ja hoffentlich an das Gedicht von Sarri gedacht!», wandte sich Harakin bissig an Fermin.

        Fermin war weiter außerhalb des Taxis in die Landschaft der roten Backsteinhäuser versunken.

        Herausfordernd wiederholte Harakin seine Frage. «Du hast ja hoffentlich an das Gedicht von Sarri gedacht, um es auf Bazters Beerdigung zu lesen!»

        Fermin wand den Blick von der Landschaft ab. Sein Gesichtsausdruck verriet, dass ihm weder die Frage noch der Ton gefielen.

        «This is the place», sagte plötzlich der Taxifahrer und drehte sich nach hinten um.

        Alle drei blickten hinaus: rote Backsteinhäuserreihen, alle gleich, nicht die geringste Spur eines Gebäudes, das nach Leichenhalle aussah, die Straße leer und die steinernen Tafeln der Dunkelheit stürzten herab.

        «Where is the Crematorium?» fragte Fermin.

        Der Taxifahrer sah hinaus, dann wieder zu ihnen.

        «Crematorium? This is Honey Road number 21.»

        «Honey Road...?» Fermin war wie versteinert.

        Das Brummen des Motors, der einem schlummernden Tier glich, hallte in der leeren Straße, während der Taxifahrer von dem Papier zu ihren Gesichtern und von ihren Gesichtern wieder auf das Papier blickte.

        «Wir suchen eine Leichenhalle, die Leichenhalle in der Hackney Straße.» Fermin riss ihm den Zettel mit der Adresse aus der Hand. «Hackney Road», fast schreiend deutete er auf den Namen.

        Mit einem OK setzte der Taxifahrer das Auto in Bewegung. Harakin zeigte auf die Uhr. «Wir sind spät dran.» Die Absicht, seine Wut zu unterdrücken ließ seine Worte übertrieben gleichgültig klingen.

        Fermin versuchte mit dem Taxifahrer zu reden, doch der rief erneut OK und schloss mit einem mürrischen Blick die Scheibe, die ihn von seinen Fahrgästen trennte. OK! Als Jexus Mari merkte, dass Fermin den solidarischen Blick der beiden Freunde suchte, ließ er seinen aus dem Fenster schweifen, während der von Harakin Fermin statt Solidarität die Schuld gab:

«Glänzend hast du das wieder mal hinbekommen; wir kommen zu spät.»

        Jexus Mari spürte, dass Fermin erneut seine Unterstützung suchte, aber er konnte ihm nichts bieten, zumindest nichts, was ihm hätte helfen können.

        «Ich habe ihm die Adresse richtig gegeben; und jetzt soll es meine Schuld sein, dass wir uns verfahren haben. Immer das Gleiche», antwortete Fermin trotzig.

        Beide schwiegen im Schutz der dunklen Straße. Sie war leer. Jexus Mari beobachtete den Taxifahrer. Er schien gelassen, gewohnt an solche Dinge, daran, den falschen Weg zu nehmen, den richtigen zu finden, einander nicht verstehen zu können, in einem Wort, überlegte Jexus Mari, an das Leben.

        «Es sieht so aus, als wüsste der Taxifahrer, was er tut», murmelte er. Aber seine Worte gingen ins Leere, denn Fermin und Harakin gaben ihr nur allzu offensichtliches, mürrisches Gebaren nicht auf.

        Halb sechs. Sie würden nicht rechtzeitig kommen. Sie hatten nur noch eine halbe Stunde und bisher wussten sie noch nicht einmal, wo sie eigentlich waren.

        «Das ist echt ein dicker Hund», schreit Fermin.

        «Du hast dich um Zeit und Ort gekümmert und jetzt irren wir hier mitten in London herum.»

        Der Innenraum des Autos dehnte sich aus, um Raum für Fermins und Harakins Wut zu schaffen. Der eine saß in einer Ecke und in der anderen, sehr weit weg, viele Wälder weit entfernt, dachte Jexus Mari, der andere. Er ahnte, das es zum Knall kommen würde und es beunruhigte ihn nicht, im Gegenteil, gewissermaßen belustigt bereitet er sich darauf vor, das Schauspiel des Kampfes von Harakin und seiner Wichtigtuerei gegen Fermin und dessen Mürrischkeit zu beobachten. «Klar, du befiehlst ja immer nur, sonst nichts. Mach dies, mach das. Alles die anderen machen lassen und wenn es gut gelaufen ist, hinterher die Lorbeeren einsacken.»

        «Jetzt fängt der schon wieder an!» Harakin drehte sich hilfesuchend zu ihm. «Immer kommt er mit Demselben. Statt zu gucken, was jetzt ist, tischt er immer wieder die alten Geschichten auf. Gleich wird er mir sagen, dass ich ein Großmaul bin und sonst nichts und dann irgendwas vonweißderTeufelwannauskramen.»

        Jexus Mari wusste, dass Fermin Harakins Gewohnheit nicht leiden konnte, über jemanden zu sprechen und dabei jemand anderen anzusehen, und er spürte, wie die in Fermin aufkommende Woge Wut das ganze Wageninnere überrollte.

        «Wenn du mich meinst, dann sprich gefälligst mit mir, Mensch!» Fermin betonte jedes Wort mit Eiseskälte.

        Dann schlug er gegen das Fenster, das sie von dem Taxifahrer trennte. Er sprach laut, als ob sein Schreien die mangelnden Englischkenntnisse ausgleichen würde. Der Taxifahrer sah ihn an, als halte er ihn für verrückt und nickte.

        «Hackney, Hackney», wiederholte der Taxifahrer immer wieder und Fermin antwortete mit «we are in hurry». Fünf Minuten ging das so hin und her, bis der Taxifahrer mit einer ungeduldigen Bewegung und dumpfem Knall die Scheibe schloss. Geschlagen ließ sich Fermin gegen die Rückenlehne des Sitzes fallen, in seinem Gesicht spiegelten sich die Gespenster der Vergangenheit. Es wird ihn fertig machen, Harakin gegenüber als Verlierer dazustehen, dachte Jexus Mari.

        «Wir kommen zu spät.» Harakin bemühte sich um einen neutralen Ton.

        Jexus Mari verließ den Wald der Auseinandersetzung im Innern des Wagens und begab sich mit dem Blick in die Wüste der Straßen der Finsternis. Was hatte Fermin falsch gemacht? Honey Road las er am Ende der Straße, sie bogen nach rechts ab, Moorgate. Er sah auf die Uhr, zwanzig vor sechs, um sechs war die Trauerfeier, sie würden zu spät kommen, aber er sagte nichts. Aus der schmalen Honey Road war Moorgate geworden. Auf den im Licht der Läden funkelnden Gehsteigen sah er Menschen hin und her laufen. Als sie an einer Ampel hielten, erblickte er dort drei Jungen, die miteinander rauften, «zum Spaß» dachte er, während die beschlagenen Scheiben das Bild verwischten. Zum Spaß, wieso eigentlich zum Spaß? Stets würde mindestens einer von ihnen darunter leiden, was ein anderer zum Spaß oder im Ernst tat. Egal wo, das Leben ist immer gleich: im tiefsten Innern der Freude, steckt der Schatten des Leids.

        «Wir werden zu spät kommen», erklärte Harakin erneut.

        Arschloch hörte er Fermin knurren, so leise, dass Harakin es nicht hören konnte.

        «Um wie viel Uhr sollte die Beerdigung sein, Fermin, um sechs, oder?»

        Da Fermin keinerlei Antwort geben würde, bestätigte Jexus Mari, «Ja, um sechs».

        «Wir werden nicht rechtzeitig da sein.»

        «Himmelarschundzwirn, dann sind wir eben nicht rechtzeitig da, na und? Wenn es von dem abgehangen hätte, was du getan hast, säßen wir jetzt immer noch im Baskenland, du verdammtes Arschloch!»

        Er war völlig außer sich. Als der Taxifahrer die Schreie hörte, bremste er und sah nach hinten. Nachdem er erkannte, dass die Angelegenheit nichts mit ihm zu tun hatte, setzte er die Fahrt fort. Die Maßlosigkeit der Antwort hatte Harakin erschöpft und zum ersten Mal blickte er aus dem Fenster. Fermin schien beschämt, mit leerem Blick in sich versunken.

        Kingsland Road, Sunston Road, Regend`s row, Martello Street, Hackney Londres Field. Ein Park.

        «Hackney», sagte der Taxifahrer «no Honey. The crematorium is inside the park.»

        Er saß da und blickte Fermin an, als ob er, obwohl er den Taxifahrer verstanden hatte, seine Erlaubnis benötigte, um aus dem Auto zu steigen. Neben ihm stieg Harakin aus, immer noch verärgert. Zwanzig nach sechs zeigte die Uhr, die Maria ihm geschenkt hatte, zu spät, vielleicht war die Trauerfeier mit dem ganzen Drumherum schon vorbei.

        Obwohl sie den Park wie drei Fremde betraten, die jeder für sich angereist waren, blieben sie bald stehen, suchten die gegenseitige Hilfe, fragten einander mit fast unmerklichen Gesten, wo wohl die Leichenhalle, das Krematorium, wie der Taxifahrer es nannte, sein könne. Außer Bäumen war nichts zu erkennen, Rosskastanien und ein paar Ulmen.

        Durch das Dunkel und unter den Ulmen folgten sie dem Weg. Dieses Gebäude, das halb wie eine Fabrik, halb wie ein Bürohaus aussah, musste es sein.

        «Wirklich ein gelungenes Gebäude für eine Leichenhalle.»

        «Das ist niemals eine Leichenhalle», erwiderte Harakin. «Bist du sicher, dass er uns richtig gefahren hat?» platzte er abrupt heraus.

        Es war ein Gebäude aus rotem Backstein und Glasbausteinen, mit Flachdach und Aluminiumstruktur, wie eine Fabrik aus den Anfängen des Jahrhunderts.

        «Das kann nicht die Leichenhalle sein; er hat uns falsch gefahren», wandte sich Harakin an Jexus Mari.

        Fermin schenkte dem Ganzen keinerlei Beachtung und trat durch die Glastür des Gebäudes, während er von einer am Eingang stehenden jungen Frau ein Flugblatt entgegennahm.

        Harakin folgte ihm kopfschüttelnd. Jexus Mari blieb einen Moment an der Tür stehen und betrachtete die Üppigkeit des Parks. Ein leichter, frischer Wind reinigte seine Lungen. Er war allein. Es beruhigte ihn, der Abenddämmerung zu lauschen. Ganz in der Nähe hörte er das dumpfe Rauschen des Verkehrs. Bazter! Er war immer ein spezieller Typ gewesen. Zu speziell für das Leben im Dorf.

        Den Erklärungen des Portiers folgend, erreichte er Saal acht. Er drückte die verrostete Eisentür auf und betrat einen Saal mit gläsernen Wänden. Sitzreihen, ein Podium. Fermin und Harakin standen dort mit offenem Mund, den Blick auf einen Travesti gerichtet, der die Blumendekoration anordnete.

        Zu groß die Nase, zu groß die Lippen, zu groß die Schultern, zu groß die Füße und zu groß vor allem die Hände, die von Blumengesteck zu Blumengesteck huschten.

        «Hello darlings.»

        «Hello we are Bazter`s friends.»

        «Sorry Carlos`s.»

        «Oi basque, basque», sagte er, während er sich auf seinen riesigen Absätzen schwankend auf sie zu bewegte.

        Driing driing driing. Das Telefon klingelte in seiner Jackentasche.

        «Ja», sagte Jexus Mari.

        «Ah, Maria.» Der Klang seiner Stimme konnte nicht verbergen, dass der Anruf ungelegen kam.

 

 

© Juanjo Olasagarre
© Übersetzung aus dem Baskischen: Gabriele Schwab


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